Sechs Stationen · 11. Mai 1950

1950 · Alltagssprache kippt

Wann wird ein höflicher Satz zur Falle?

Einordnung

Der BnF-Datensatz belegt Premiere, Ort und Werkform. Neuere Forschung liest die Sprachstörung nicht nur metaphysisch, sondern auch vor dem Hintergrund von Sprachlernen, Krieg und staatlicher Gewalt.

Status mitlesen

Was wir sagen — und wie sicher.

Belegt

Eugène Ionescos La Cantatrice chauve wurde am 11. Mai 1950 im Théâtre des Noctambules in Paris uraufgeführt.

Belege: Q02
Einordnung

Das Stück macht erfahrbar, wie gelernte Alltagssätze ihren kommunikativen Halt verlieren.

Belege: Q02, Q03
Streit

Julia Elsky widerspricht einer rein abstrakten Sprachdeutung und bindet die Entstehung an konkrete Kriegs- und Sprachgeschichte zurück.

Belege: Q03
Offen

Welche Spielweisen der ersten Produktion die heutige Lektüre stützen, bleibt ohne weiteres Aufführungsmaterial offen.

Noch ohne belastbaren Beleg

Quellen dieser Seite

  1. Notice de titre conventionnel: La Cantatrice chauveBibliothèque nationale de France · Première représentation; Werkform
  2. Rethinking Ionesco’s Absurd: The Bald Soprano in the Interlingual Context of Vichy and Postwar FrancePMLA · Julia Elsky · 133/2, 2018, S. 347–363

Ganzes Quellenregister →

← Zurück: Sechs Stationen